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Sektionen

Archiv: Sommernachtsgala

Grafenegg Wolkenturm

Interpreten

Programm

Charles Gounod
Ouvertüre zur Oper «Mireille»
Charles Gounod
«O légère hirondelle» Arie der Mireille aus der Oper «Mireille»
Charles Gounod
«Le veau d'or» Rondo des Méphistophélès aus der Oper «Faust»
Georges Bizet
«Ouvre ton coeur» Arie des Leonard aus «Vasco de Gama»
Giuseppe Verdi
«Credo in un Dio crudel» Arie des Jago aus der Oper «Otello»
Gaetano Donizetti
«O luce di quest'anima» Arie der Linda aus der Oper «Linda di Chamounix»
Jacques Offenbach
Ouvertüre zur Operette «Pariser Leben»
Mitch Leigh
«The impossible dream» aus dem Musical «Man of La Mancha»
Franz Lehár
«Lippen schweigen» Duett Hanna - Danilo aus der Operette «Die Lustige Witwe»

Die Luft ist lau, die Dämmerung legt sich wie ein Schleier über das Grün der Wiesen und sanft wiegen sich die Bäume, die den Grafenegger «Wolkenturm» geheimnisvoll umsäumen – wo könnte Musik schöner erklingen, als vor dieser märchenhaften Kulisse! Sichern Sie sich mit einem Schlossklänge-Abonnement Ihren Platz unter freiem Himmel und lassen Sie sich in einem musikalischen Sommernachtstraum verzaubern. Für himmlischen Genuss sorgen der Bariton Bryn Terfel und die Sopranistin Olga Peretyatko. Mit Rudolf Buchbinder gibt sich nicht nur Grafeneggs künstlerischer Leiter die Ehre, sondern auch eine wahre Pianistenlegende. Ein himmlisches Gala-Vergnügen am Wolkenturm!

Rudolf Buchbinder

© Marco Borggreve

Biografie

Rudolf Buchbinder begann seine Karriere als Kammermusiker. Seit vielen Jahren musiziert er weltweit mit allen großen Orchestern und Dirigenten und ist regelmäßiger Gast bei den bedeutendsten Festivals. Rudolf Buchbinders Repertoire ist umfang-reich und schließt auch zahlreiche Kompositionen des 20. Jahrhunderts ein. Er legt großen Wert auf die akribische Arbeit der Quellenforschung. In seinem Besitz befinden sich u. a. 38 komplette Ausgaben der Sonaten von Ludwig van Beethoven, eine umfangreiche Sammlung von Erstdrucken sowie Originalausgaben und Kopien der eigenhändigen Klavierstimmen und Partituren der beiden Klavierkonzerte von Johannes Brahms.

Mehr als 100 Aufnahmen dokumentieren die Größe und die Vielfalt von Buchbinders Repertoire. Besonderes Aufsehen erregte seine Einspielung des Klavier-Gesamtwerkes von Joseph Haydn, die mit dem «Grand Prix du Disque» ausgezeichnet wurde. Sein Zyklus sämtlicher Klavierkonzerte von Mozart, live mitgeschnitten im Rahmen von Konzerten mit den Wiener Symphonikern im Wiener Konzerthaus, wurde von Joachim Kaiser in der Süddeutschen Zeitung zur CD des Jahres 1998 gekrönt. Es folgten Live-Mitschnitte der beiden Klavierkonzerte von Brahms mit dem Concertgebouworchester Amsterdam unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt sowie mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Zubin Mehta. Seine Konzerte mit den Wiener Philharmonikern bei den Wiener Festwochen 2006 mit zwölf Mozart-Klavierkonzerten als auch die fünf Beethoven-Klavierkonzerte 2011 wurden auf DVD aufgezeichnet.

Im Rahmen einer zyklischen Aufführung sämtlicher Klaviersonaten Beethovens in der Semperoper Dresden entstand eine Gesamteinspielung, für die er 2012 mit dem Echo Klassik als Instrumentalist des Jahres ausgezeichnet wurde. Als erster Pianist in der Geschichte der Salzburger Festspiele spielt Rudolf Buchbinder im Sommer 2014 sämtliche Beethoven-Sonaten an sieben Abenden; Unitel filmt diesen Zyklus mit. Zeitgleich erscheint sein zweites Buch: «Mein Beethoven – Leben mit dem Meister». Seit 2007 ist Rudolf Buchbinder künstlerischer Leiter der Sommerkonzerte und des Grafenegg Festivals.

Stand

2014

Yutaka Sado

Biografie

Yutaka Sado, in Kyoto geboren, gilt als einer der bedeutendsten japanischen Dirigenten unserer Zeit. Chefdirigent des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich ist er seit der Saison 15-16. Ob Berliner Philharmoniker, Konzerthausorchester Berlin, Bayerisches Staatsorchester, die Symphonieorchester von BR, NDR, SWR und WDR, ob Gewandhausorchester Leipzig, Sächsische Staatskapelle Dresden, London Symphony Orchestra, Orchestre de Paris, Mahler Chamber Orchestra oder Santa Cecilia Rom: Die Liste der Orchester, die Yutaka Sado dirigiert hat bzw. wieder dirigieren wird, ist beeindruckend. Seine Karriere entwickelte sich außerhalb Japans zunächst vor allem in Frankreich, wo er 1993 Chefdirigent des Orchestre Lamoureux in Paris wurde.

Der langjährige Assistent von Leonard Bernstein und Seiji Ozawa gewann wichtige Preise wie den Premier Grand Prix des 39. Internationalen Dirigierwettbewerbs Besançon und den Grand Prix du Concours International L. Bernstein Jerusalem. Seine Verbundenheit zu Bernstein führte ihn als «Conductor in Residence» zum Pacific Music Festival in Sapporo. Seit 2005 ist Yutaka Sado Künstlerischer Direktor des Hyogo Performing Arts Center (PAC) und Chefdirigent des PAC-Orchesters. Sados Bekanntheitsgrad in Japan ist enorm, nicht zuletzt dank einer wöchentlichen TV-Sendung, in der er als Dirigent und Moderator Musikfreunden die Welt der klassischen Musik näherbrachte.

Stand

2016

Mitwirkend bei

Tschaikowski 5

Grafenegg Auditorium

Tschaikowski 5

Wien Musikverein | Großer Saal

Tschaikowski 5

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Tschaikowski 5

Wien Musikverein | Großer Saal

Bruckners Unvollendete

Wien Musikverein | Großer Saal

Bruckners Unvollendete

Wien Musikverein | Großer Saal

Bruckners Unvollendete

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Sommernachtsgala 2017

Grafenegg Wolkenturm

Sommernachtsgala 2017

Grafenegg Wolkenturm

Festival-Eröffnung

Grafenegg Wolkenturm

Strauss' «Alpensinfonie»

Grafenegg Wolkenturm

Messiaen: Turangalila

Bratislava Slowakische Philharmonie - Konzertsaal

Messiaen: Turangalila

Grafenegg Auditorium

Messiaen:Turangalila

Wien Musikverein | Großer Saal

Messiaen: Turangalila

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Messiaen: Turangalila

Wien Musikverein | Großer Saal

Bernstein & Friends

Grafenegg Auditorium

Bernstein & Friends

Wien Musikverein | Großer Saal

Bernstein & Friends

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Bernstein & Friends

Wien Musikverein | Großer Saal

Lieben Sie Bernstein

Wien Musikverein | Großer Saal

Beethoven

Wien Musikverein | Großer Saal

Beethoven

Wien Musikverein | Großer Saal

Beethoven

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Bernstein: Kaddish

Wien Musikverein | Großer Saal

Bernstein: Kaddish

Wien Musikverein | Großer Saal

Bernstein: Kaddish

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Abonnementkonzert

Baden Casino | Festsaal

Abonnementkonzert

Wiener Neustadt Sparkassensaal

Symphonic Motown

Wien Musikverein | Großer Saal

Symphonic Motown

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Seid umschlungen, Millionen

Wien Musikverein | Großer Saal

Savion Glover & Friends

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Schostakowitsch 5

Wien Musikverein | Großer Saal

Schostakowitsch 5

Wien Musikverein | Großer Saal

Schostakowitsch 5

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Dvorák 8

Grafenegg Auditorium

Dvorák 8

Wien Musikverein | Großer Saal

Dvorák 8

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Dvorák 8

Wien Musikverein | Großer Saal

Carl Maria von Weber

«Aufforderung zum Tanz» op. 65 (Instrumentierung: Hector Berlioz)

Sätze

  • Moderato - Allegro vivace

Dauer

6 Min.
Carl Maria von Weber

Konzertstück für Klavier und Orchester f-Moll op. 79

Sätze

  • Larghetto affettuoso

  • Allegro passionato

  • attacca Tempo di marcia

  • Presto assai

Dauer

17 Min.

Carl Maria von Weber, der begnadete Opernkomponist, war auch ein Musikdramatiker, wenn er Konzertmusik schrieb. Der Schöpfer des «Freischütz», der romantischen Oper schlechthin, der «Euryanthe», die in ihrer durchkomponierten Spannung Richard Wagner den Weg wies, und des märchenhaften und idealistischen «Oberon» komponierte vor dem grandiosen Opernfinale seines kurzen Lebens auch äußerst wirkungsvolle Konzerte und Symphonien, in denen er bildhafte Szenarien entwarf. Beim Konzertstück für Klavier  und Orchester f-moll op. 79 gab es sogar einen konkreten inhaltlichen Hintergrund vom Sehnen und Klagen eines Burgfräuleins nach ihrem in den Heiligen Krieg gezogenen Ritter. Allerdings hat der Komponist diese Geschichte nur seiner Frau, der Sängerin Caroline Brandt, und einem Schüler mitgeteilt, und dem Werk nicht als «Programm» beigegeben. Denn Webers Konzertmusik ist keineswegs  Programmmusik, vielmehr Instrumentalmusik mit poetischer Inspiration, in der ein erzählender Tonfall mit abstrakten musikalischen Formen zu einer Einheit verschmilzt. Oder anders ausgedrückt: Die Inspiration erfolgt durch dramatische Stoffe oder auch bildliche Eindrücke, die Musik selbst ist Poesie.

Nach der einleitenden Pfitzner-Ouvertüre führt also auch der zweite Programmpunkt in die Ritterwelt. Als er das Konzertstück seiner Frau und einem Schüler, die eigentlich anlässlich der Uraufführung des «Freischütz» in Berlin weilten, vorspielte und dabei fortlaufend das musikalische Geschehen durch eine Geschichte erklärte. Der Weber-Schüler Julius Benedict schrieb die Geschichte, die er zu hören bekam, nieder: «Die Burgfrau ist auf dem Söller. Sie schaut wehmütig in die weite Ferne hinaus. Der Ritter ist seit vielen Jahren im Heiligen Lande. Wird sie ihn wiedersehen? Viele blutige Schlachten sind geschlagen. Keine Botschaft von ihm, der ihr alles ist. Vergebens ihr Flehen zu Gott, vergebens ihre Sehnsucht nach dem hohen Herrn. Da befällt sie eine entsetzliche Vision. Er liegt auf dem Schlachtfeld, verlassen von den Seinen, das Herzblut aus der Wunde rinnend. Ach, könnte sie ihm zur Seite sein – und wenigstens mit ihm sterben! Sie sinkt bewusstlos und erschöpft hin. Horch, was klingt da in der Ferne? Was glänzt dort am Walde im Sonnenschein? Was kommt näher und näher? Die stattlichen Ritter, alle mit dem Kreuzeszeichen und wehenden Fahnen, und Volksjubel, und dort – er ist’s! Sie stürzt in seine Arme. Welch ein Wogen der Liebe – welch endloses unbeschreibliches Glück. Wie rauscht und weht es mit Wonne aus den Zweigen und Wellen, mit tausend Stimmen den Triumph treuer Minne verkündend.» So unfreiwillig komisch uns dieser Text in seiner Überladenheit und seinem Kitsch vorkommt (wobei wir nicht vergessen dürfen, dass es sich dabei nicht um eine Dichtung handelt, sondern bloß um die ungefähre Wiedergabe einer Geschichte, die Weber während des Klavierspielens erzählte) – den Komponisten inspirierte diese Ritterschauer­roman­tik und dieser Prototyp einer Liebesgeschichtenkonstellation (Burgfräulein liebt Kreuzritter, der sich auf dem Schlachtfeld heldenmütig seine Liebe verdient) zu einer exquisiten Konzertkomposition, die in ihrer Form, ihrem Aufbau und ihrer thematischen Gestaltung ein Modell des einsätzigen Klavierkonzerts etablierte, das später von Franz Liszt (in seinen beiden Klavierkonzerten) bis zu Richard Strauss (Burleske für Klavier und Orchester) und Sergej Prokofjew (1. Klavierkonzert) mehrfach aufgegriffen wurde und vorbildhaft wirkte.Man kann, wenn man will, die Ritterrromantik heraushören aus der Musik, das Sehnen der Frau, ihre Ängste, die Rückkehr des Kreuzritterheers, die Wiedersehensfreude der Liebenden. Man kann aber auch eine konzertante Musik bestaunen, die aus einem Holzbläservorspiel heraus einen spannenden musikalischen Wachstumsprozess durchläuft, die das Soloklavier in klanglich effektvolle Umgebung setzt (drama­tische Tremo­los, Geflecht aus gegeneinandergesetzten Quintolen und Sechzehntel-Vierergruppen), die nach einem entrückten Adagio mit fahlem Fagottsolo einen imposanten Marsch in Gang setzt, mit Klarinetten und Hörnern als musikalischen Fahnen­trägern und dem sich mit rasenden Bewegungen an die Spitze setzenden Klavier. Ein virtuoses Stück, aber kein bloßes Schaustück, sondern mit viel thematischer und kompositorischer Substanz. Ein Meisterwerk, das am Morgen der «Freischütz»-Uraufführung abgeschlossen wurde und die Welten von Konzertmusik, Programmmusik und dramatischer Musik verschmilzt. Und das in jeweils knapper Form jene Stimmun­gen anreißt, die wohl viele Menschen in Musik wahrnehmen und  hören wollen: Trennung ... Klage ... höchster Schmerz ... Trost ... Wiedersehen ... Jubel.

© NÖ Tonkünstler Betriebsgesellschaft m.b.H. | Rainer Lepuschitz

Gaetano Donizetti

«Quanto amore» Duett Adina - Dulcamara aus der Oper «L'elisir d'amore»

    Dauer

    6 Min.

    Gaetano Donizetti war neben Vincenzo Bellini der bedeutendste italienische Komponist der Belcanto-Oper. 71 Opern hatte er im Laufe seines Lebens geschrieben, darunter so populäre wie «Lucia di Lammermoor» und «Der Liebestrank». Dieser titelgebende Trank soll dem Bauer Nemorino dazu verhelfen, die von ihm geliebte Adina zu gewinnen. Das Kunststück gelingt, auch wenn vorerst der Quacksalber Dulcamara im Duett mit Adina «Quanto amore» ein wenig nachhelfen muss. Anlässlich der Uraufführung 1832 in Mailand schrieb ein Rezensent euphorisch: «Der musikalische Stil dieser Partitur ist lebhaft, glänzend, dem Buffo-Genre treu.»

    © Tonkünstler Betriebsges.m.b.H. | Marie-Therese Arnbom