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Archiv: Carmina Austriaca

Grafenegg Wolkenturm

Interpreten

Programm

«Carmina Austriaca - Mönche, Wein und Minnesänger» Die älteste Musik Österreichs. Kantate von Michael Korth und Gerald Wirth

Mittelalter in Österreich: verliebte Minnesänger, spöttische Bauernlieder und lustvolle Weingesänge – all das mit archaischen Rhythmen, lyrischer Sehnsucht und hämmernder Lebenslust. In der Uraufführung ihrer szenischen Kantate «Carmina Austriaca» zeigen Gerald Wirth und Michael Korth das Zeitalter von Mönchen, Wein und Minnesang in Österreich. Was damals in Burgen und Schlössern zu hören war, erklingt nun am Wolkenturm: Musik des ältesten deutschsprachigen Minnesängers Kürenberger, Lieder von Walther von der Vogelweide und Teile der «Carmina Burana». Ein Ritt über die Erde und durch Himmel und Hölle.

«Carmina Austriaca» ist ein Auftragswerk des Landes Niederösterreich.

Wiener Sängerknaben

Biografie

Die Geschichte der Wiener Sängerknaben reicht bis in das 15. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1498 verlegte Kaiser Maximilian I. seinen Hof und seine Hofmusik von Innsbruck nach Wien und ordnete an, dass sich unter den Musikern auch sechs Knaben befinden sollten. Damit hatte er den Grundstein für die Wiener Hofmusikkapelle, für die Hofsängerknaben und in Folge für die Wiener Sängerknaben gelegt. Musiker wie Heinrich Isaac, Johann Joseph Fux, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri und Anton Bruckner musizierten mit den Hofsängerknaben. Jacobus Gallus und Franz Schubert waren selbst Sängerknaben, die Brüder Joseph und Michael Haydn sangen als Substituten im Chor.

Heute gibt es rund 100 Wiener Sängerknaben im Alter zwischen zehn und 14 Jahren, aufgeteilt auf vier Konzertchöre, die jährlich rund 300 Konzerte auf der ganzen Welt geben. Jeder der Chöre verbringt neun bis elf Wochen eines Schuljahres auf Tourneen in die USA, nach China, Japan und Südkorea sowie in europäische Länder; alle zwei bis drei Jahre gehen die Wiener Sängerknaben darüber hinaus auf Konzertreisen nach Lateinamerika, Australien und Neuseeland. Hinzu kommen Auftritte in der Wiener Staatsoper, der Volksoper und im Rahmen der Salzburger Festspiele.

Das Repertoire der Wiener Sängerknaben reicht vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ein wichtiger Bestandteil des Repertoires sind die eigenen Produktionen von Kinderopern. Zuletzt wurde Gerald Wirths Oper «1398 – Der Bettelknabe» im Wiener Musikverein uraufgeführt.

Gemeinsam mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und des Herrenchors der Wiener Staatsoper pflegen sie als Hofmusikkapelle eine kaiserliche Tradition: Der regelmäßige Dienst in der Hofburgkapelle zählt nach wie vor zu den Aufgaben der Wiener Sängerknaben.

Immer wieder wirken die Wiener Sängerknaben bei Oratorien, Passionen, Opern und symphonischen Werken mit; sie stellen Solisten für Werke wie Leonard Bernsteins «Chichester Psalms» oder Wolfgang Amadeus Mozarts «Die Zauberflöte». Im Herbst 2010 sang ein Sängerknabe den Oberto in Händels «Alcina» an der Wiener Staatsoper.

Gerald Wirth, einst selbst Sängerknabe, ist seit 2001 künstlerischer Leiter der Wiener Sängerknaben. Er hält international Workshops zu Aufführungspraxis, Chorleitung und Stimmbildung.

Stand

2013

Mitwirkend bei

Bernstein: Kaddish

Wien Musikverein | Großer Saal

Bernstein: Kaddish

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Michael Schonwandt

Biografie

Michael Schønwandt war von 2000 bis 2011 Musikdirektor der Königlichen Kapelle und der Königlich Dänischen Oper in Kopenhagen, mit der er schon seit 1979 eng verbunden ist. Von 2010 bis 2013 war er als Chefdirigent der Niederländischen Radio-Kammerphilharmonie tätig. Auch als Chef des Berliner Sinfonie-Orchesters - heute Konzerthausorchester Berlin - und als erster Gastdirigent des Théâtre de la Monnaie in Brüssel, des Dänischen Nationalen Radio-Symphonieorchesters, des Königlich Philharmonischen Orchesters Flandern und der Staatsoper Stuttgart macht er sich einen Namen. Mit Beginn der Spielzeit 15-16 übernahm er das Amt des Chefdirigenten des Orchesters der Opéra National de Montpellier.

Neben seiner engen Verbindung zur Kopenhagener Oper dirigierte Michael Schønwandt an führenden Opernhäusern: Royal Opera House Covent Garden in London, Théâtre de la Monnaie in Brüssel, Wiener Staatsoper, Opéra National de Paris, Deutsche Oper Berlin sowie in Bayreuth. Als international gefragter Konzertdirigent leitete er die Berliner und die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker und das RSO Wien, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Philharmonia Orchestra London, das London Philharmonic Orchestra, das London Symphony Orchestra und viele weitere Klangkörper. Sein besonderes Interesse für dänische Musik spiegelt sich in Gesamtaufnahmen der Symphonien von Carl Nielsen, Niels Gade and Christopher Weyse wider. Erstaufführungen dänischer Komponisten beinhalten die Oper «The Handmaid´s Tale» von Poul Ruders, die mittlerweile auch in einer preisgekrönten CD-Einspielung unter seiner Leitung vorliegt.

In den kommenden Spielzeiten Michael Schønwandt unter anderem am Royal Opera House Covent Garden, an der Opera National de Paris, an der Staatsoper Wien, beim Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und dem Mozarteum Orchester Salzburg sowie beim Orchester der Komischen Oper Berlin.

Stand

2016

Mitwirkend bei

Romantic Cello

Wien Musikverein | Großer Saal

Romantic Cello

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Romantic Cello

Wien Musikverein | Großer Saal