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Sektionen

Archiv: Silvesterkonzert

Wien Musikverein | Großer Saal

Interpreten

Programm

Programm zum Jahreswechsel
Franz von Suppé
Ouvertüre zur Operette «Die schöne Galathee»
Jacques Offenbach
«Les oiseaux dans la charmille» Arie der Olympia aus der Oper «Les contes d'Hoffmann»
Béla Bartók
«Bilder aus Ungarn», 3. Satz (Melodie)
Johann Strauss
Éljen a Magyar, Polka schnell op. 332
Pietro Mascagni
Intermezzo sinfonico aus der Oper «Cavalleria rusticana»
Johann Strauss
Accelerationen, Walzer op. 234
Josef Hellmesberger
Teufelstanz (Bearbeitung: Max Schönherr)
- Pause -
Johann Strauss
Im Sturmschritt, Polka schnell op. 348
Leopold Schmetterer
Klingeltöne, Polka schnell
Johann Strauss
Johann Strauss
Vom Donaustrande, Polka schnell op. 356
Johann Strauss
«Mein Herr Marquis» Lied der Adele aus der Operette «Die Fledermaus»
Franz von Suppé
Ouvertüre zur Operette «Dichter und Bauer»

Prosit Neujahr! Mit Schwung und Temperament ins neue Jahr zu starten, kann so einfach sein. Die Silvester- und Neujahrskonzerte des Tonkünstler-Orchesters sorgen für den gelungenen Auftakt. Traditionell, kurzweilig und launig dargeboten: Seit Langem begleiten die Tonkünstler und ihre Gäste den Jahresbeginn mit einem musikalischen Feuerwerk und mischen in stimmungsvollen Programmen Wiener Walzerseligkeit mit beliebten Orchesterklassikern und Höhepunkten aus Oper und Operette. Markenzeichen der Tonkünstler-Neujahrskonzerte sind seit jeher die Auftritte junger Sopranistinnen, die am Beginn ihrer vielversprechenden Karrieren stehen. So macht der musikalische Jahreswechsel Spaß – Mitwirkenden und Publikum. Kleiner Tipp: Da die meisten Aufführungen lange im Voraus ausgebucht sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig Karten zu besorgen. Die begehrten Tickets eignen sich natürlich auch wieder ideal als Weihnachtsgeschenk!

Annika Gerhards

Annika Gerhards

Biografie

Die deutsche Sopranistin Annika Gerhards absolvierte ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Von 2013 bis 2016 war sie Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper, wo sie Partien wie Giannetta («L'elisir d'amore»), Waldvogel («Siegfried»), Barbarina («Le nozze di Figaro»), Marzelline («Fidelio»), Adele («Die Fledermaus »), Sand- und Taumännchen sowie Gretel («Hänsel und Gretel») sang. Weiters war sie als Pünktchen in Ivan Eröds «Pünktchen und Anton» zu hören. Neben ihren Staatsopernverpflichtungen gastierte sie als Valencienne («Die lustige Witwe»), Frasquita («Carmen») etwa am Staatstheater Darmstadt, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe und beim Rheingau Musik Festival. Im Sommer 2015 sang sie Annina («Eine Nacht in Venedig ») bei den Seefestspielen Mörbisch.

Neben der Oper widmet sich Annika Gerhards mit großer Begeisterung dem Lied- und Konzertgesang und konnte sich in diesem Bereich bereits ein breitgefächertes Repertoire erarbeiten. 2015 erschien ihre Debüt-CD mit Liedern von Schumann, Strauss und Rihm. Im April 2016 debütierte sie mit einem Liederabend im Musikverein Wien. Die Spielzeit 16-17 umfasst ihr Debüt an der Komischen Oper Berlin als 1. Elfe («Rusalka») und Berta («Il barbiere di Siviglia») sowie die Rolle der Frau in einer Neuproduktion von Alfred Schnittkes Oper «Leben mit einem Idioten» am Theater Gießen.

Stand

2016

Alfred Eschwé

Biografie

Alfred Eschwé wurde in Wien geboren und unter anderem von Hans Swarowsky musikalisch ausgebildet. Nach einigen Jahren in Deutschland wurde er 1989 an die Volksoper Wien berufen, wo er seitdem das gesamte Repertoire in Oper und Operette betreut. Zu seinen größten Erfolgen dort gehörten neben anderen Tschaikowskis «Eugen Onegin», Prokofjews «Der feurige Engel», Verdis «La traviata» und Strauss' «Salome». 2003 debütierte er mit Mozarts «Die Zauberflöte» an der Wiener Staatsoper, wo er auch Donizettis Oper «L'elisir d'amore» mit Anna Netrebko und Rolando Villazón in den Hauptrollen leitete.

Regelmäßige Gastspiele führten ihn nach Turin, Catania, Palermo und Triest. 1998 debütierte Alfred Eschwé mit «Die Fledermaus » an der Hamburgischen Staatsoper. Seitdem war er hier regelmäßig mit vielfältigem Opernrepertoire zu erleben. 2006 gab Eschwé sein Debüt mit Bellinis «Norma» an der Staatsoper Berlin, 2008 mit der «Fledermaus» am Opernhaus Zürich sowie an der Bayerischen Staatsoper in München. 2009 war er mit Mozarts «Zauberflöte» erstmals am New National Theatre in Tokio zu erleben. 2014 folgte die Premiere der «Fledermaus» am Finnischen Nationaltheater in Helsinki. Im Oktober 2015 leitete er die Neuproduktion von Lortzings «Wildschütz» an der Semperoper in Dresden, wo er auch 2017 wieder gastiert. Anfang 2016 trat Alfred Eschwé für «Die lustige Witwe» erstmals an das Pult des Teatro di San Carlo in Neapel.

Stand

2017

Mitwirkend bei

Silvesterkonzert

Grafenegg Auditorium

Neujahrskonzert

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Neujahrskonzert

Amstetten Amstetten Johann Pölz-Halle

Neujahrskonzert

Wien Musikverein | Großer Saal

Neujahrskonzert

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Neujahrskonzert

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Charles Gounod

«Ah! Je ris de me voir» Juwelenarie der Marguerite aus der Oper «Faust»

    Dauer

    4 Min.

    Als länderübergreifendes Meisterwerk darf die Oper «Faust» von Charles Gounod gut und gern bezeichnet werden. Der französische Komponist hatte 1828 als Zehnjähriger Goethes Dichtung erstmals gelesen, doch wurde er erst durch eine für Frankreich adaptierte Fassung von Michel Carré («Faust et Marguerite») zu seiner Oper angeregt. Diese entstand zwischen 1856 und 1858 nach einem Libretto von Jules Barbier und wurde nach Ablehnung durch die Opèra in Paris schließlich 1859 am dortigen Théâtre Lyrique urauf-geführt. Im dritten Akt legt Méphistophélès in Begleitung von Faust ein Schmuckkästchen vor Marguerites Türe ab, um ihre Aufmerksamkeit für seinen Schützling zu erheischen. In der so genannten Juwelenarie («Ah! Je ris de me voir») erkennt die schöne Frau, dass sie einen noch unbekannten Verehrer hat – woraufhin die Dinge ihren unaufhaltsamen Lauf nehmen. Mit Gounods «Faust» wurde übrigens 1883 die Metropolitan Opera in New York feierlich eröffnet.

    © NÖ Tonkünstler Betriebsges.m.b.H. | Alexander Moore

    Antonín Dvorák

    Slawischer Tanz g-Moll op. 46/8

    Sätze

    • Presto

    Dauer

    4 Min.
    Johann Strauss

    Frühlingsstimmen, Walzer für Sopran und Orchester op. 410

      Dauer

      7 Min.

      Johann Strauß, weltberühmt als Komponist und Geiger, erlebte seinen zweiten Frühling. Frisch verliebt in Adèle, eine um 31 Jahre jüngere Wienerin, die später seine dritte Frau wurde, setzte der Walzerkönig Anfang der Achtzigerjahre zu einem neuen Schaffens- und Erfolgsschub an. «Strauß hat schon manche glänzende Triumphe in seiner Vaterstadt wie in der Fremde erlebt, aber solche Stürme von Beifall, wie sie heute durch einen ganzen Abend um die Ohren klangen, mögen auch ihn, den verwöhnten Liebling der sangesfrohen Stadt, mit Stolz und Genugtuung erfüllt haben», schrieb die «Neue Freie Presse» nach der Wiener Erstaufführung der Operette «Eine Nacht in Venedig» im Oktober 1883, an deren Erfolg Strauß unmittelbar die Komposition des «Zigeunerbarons» anschloss.

      Aber neben den Bühnenwerken versiegte auch die Inspiration zu Walzern und Polkas nicht. Strauß gelangen neue Meisterwerke, von denen der Walzer «Frühlingsstimmen» ursprünglich auch eine Verbindung zur Bühne hat. Er entstand als Gesangswalzer für eine Matinee der Opernsängerin Bianca Bianchi im Theater an der Wien. Musikalisch und textlich  drückt der Walzer den Jubel über die Wiederkehr des Frühlings, aber im Mittelteil auch etwas  Wehmut über die Vergänglichkeit der Blütezeit aus (den Text verfasste Richard Genée, Librettist der «Fledermaus» und «Nacht in Venedig»).

      Strauß dirigierte die Uraufführung  des Gesangswalzers am 1. März 1883. Der Erfolg war enorm. Eine neue Orchesterfassung (in der Instrumentierung unterschiedlich zur Version für Koloratursopran und Orchester) entstand und erlebte nur wenige Tage später, am 18. März 1883 – vor exakt 130 Jahren – im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins ihre Premiere. Diesmal dirigierte Eduard Strauß.

      © Rainer Lepuschitz | Tonkünstler

      Johann Strauss

      Bauern-Polka op. 276

        Dauer

        3 Min.

        Johann Strauß (Sohn) absolvierte einige sehr erfolgreiche Sommersaisonen im Ausland. So reiste er zum Beispiel 1863 gemeinsam mit seiner Frau Jetty Treffz zum ersten Mal nach Pawlowsk nahe St. Petersburg. Dorthin schrieb ihm Carl Haslinger, sein Wiener Verleger, er möge doch ein wirkungsvolles Stück für sein russisches Publikum komponieren. So ent- stand die Bauern-Polka, über die Strauß berichtete: «Es wird darin nicht nur getrommelt, sondern auch gesungen. So auffaßlich ist diese Bauernmusik gehalten, dass Hoch und Nieder sich vor’s Orchester stellt, um dieses Wunderwerk mit Andacht zu genießen.» Und tatsächlich gefiel dieser zum Teil auf die Silben «tralala» gesungene Tanz nicht nur den Adeligen und Bürgern von St. Petersburg, sondern auch dem Zaren.

        © NÖ Tonkünstler Betriebsgesellschaft m.b.H. | Eva Maria Hois