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Archiv: Continu, Sasha Waltz

St. Pölten Festspielhaus | Großer Saal

Interpreten

Programm

Yannis Xenakis
«Rebonds B» für Schlagzeug solo
Yannis Xenakis
«Concret PH»
Edgard Varèse
«Arcana» für großes Orchester
Edgard Varèse
«Hyperprism» für neun Blasinstrumente und Schlagwerk
Edgard Varèse
«Ionisation» für 13 Schlagwerker
- Pause -
Claude Vivier
«Zipangu» für 13 Streicher
Wolfgang Amadeus Mozart
Quartett für Oboe, Violine, Viola und Violoncello F-Dur KV 370, 2. Satz (Adagio)

Voller Dynamik, Kraft und emotionaler Intensität eröffnet das Festspielhaus St. Pölten die Saison 15-16 mit «Continu», einem der bisher eindruckvollsten Werke der deutschen Choreografin und Opernregisseurin Sasha Waltz. Im Festspielhaus wird die 2010 entstandene Choreografie erstmalig mit großem Live-Orchester zu erleben sein, ein langjähriger Traum der Künstlerin, die international als wichtigste deutsche Kulturbotschafterin des Tanztheaters gefeiert wird. «Continu» wurde von Räumen und vorangegangenen Projekten im Neuen Museum Berlin und im römischen MAXXI inspiriert. Das musikalische Zentrum bildet Edgard Varèses epochales Orchesterwerk «Arcana», das die Stimmung im Sinne einer Transformation zusätzlich unterstreicht und Zugang zu neuen Welten eröffnet. Wo sich wuchtige Orchestermusik, interpretiert vom Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Pietari Inkinen, Perkussion und dann wieder vollkommene Stille gegenüberstehen, bilden sich auch im Tanz Gegensatzpaare heraus. Hier treffen bedrohliche Gruppendynamiken auf statische Bewegungsmomente, auf ein Ausbrechen des Einzelnen aus dem Kollektiv. So finden sich die 21 TänzerInnen in weich fließenden, überaus eleganten Gewändern in einem ständigen Dialog mit der Musik wieder und vereinnahmen nach und nach kompromisslos den sie umgebenden Raum.

Pietari Inkinen

Biografie

Der junge finnische Maestro tritt mit Beginn der Saison 16-17 als Chefdirigent des Japan Philharmonic Orchestra an. Außerdem ist er seit 2015 Chefdirigent der Prager Symphoniker und der Ludwigsburger Schlossfestspiele. Dem New Zealand Symphony Orchestra bleibt er nach achtjähriger Amtszeit als Ehrendirigent verbunden. Als Gastdirigent leitet er namhafte Orchester wie die Münchner Philharmoniker, das Orchester der Mailänder Scala, das Los Angeles Philharmonic, das BBC Symphony, das City of Birmingham Symphony und das Israel Philharmonic Orchestra, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden und das Orchestre Philharmonique de Radio France. Regelmäßig arbeitet er mit Solisten wie Hilary Hahn, Pinchas Zukerman, Nikolaj Znaider, Jean-Yves Thibaudet und Elisabeth Leonskaja zusammen.

Inkinen dirigierte an der Finnischen Nationaloper und weiteren wichtigen Opernhäusern. Mit Tschaikowskis «Eugen Onegin» debütierte er 2012 an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin sowie an der Bayerischen Staatsoper in München; im Sommer 2016 leitet er eine Neuproduktion an der Semperoper Dresden. Inkinens CD-Aufnahmen für das Label «Naxos» erhielten herausragende Kritiken. Auch als Geiger ist er erfolgreich und konzertierte mit führenden Orchestern in seiner finnischen Heimat. Als Kammermusiker gastierte er mit dem Inkinen-Trio im Londoner St. John's Smith Square und in der Wigmore Hall.

Stand

2016