Neujahrskonzert

Brunn am Gebirge BRUNO Das Veranstaltungszentrum BRUNO | Das Veranstaltungszentrum

Details und Tickets

  1. Premiere Brunn am Gebirge BRUNO Das Veranstaltungszentrum BRUNO | Das Veranstaltungszentrum

Interpreten

  • Joo-Anne Bitter, Sopran
  • Alfred Eschwé, Dirigent

Programm

Giacomo Puccini
«Un bel dì vedremo» Arie der Butterfly aus der Oper «Madama Butterfly»
Georges Bizet
Entr'acte zum 3. Akt der Oper «Carmen»
Josef Hellmesberger
Teufelstanz (Bearbeitung: Max Schönherr)
Nikolai Rimski-Korsakow
Capriccio espagnol op. 34, Fandango asturiano
- Pause -
Leopold Schmetterer
«Festmarsch - 100 Jahre Niederösterreich»
Franz Lehár
Ouvertüre zur Operette «Das Land des Lächelns»
Johann Strauss
Im Krapfenwaldl, Polka francaise op. 336
Johann Strauss
Künstler-Quadrille op. 201
Johann Strauss Vater
Seufzer-Galopp op. 9
Johann Strauss
Bei uns z'Haus, Walzer op. 361

Die Mischung macht´s: Berühmte Arien und Lieder aus Oper und Operette an der Seite von Polkas und Walzern der Strauss-Dynastie, dazu populäre Orchesterstücke aus dem Gala-Repertoire, eine junge Gesangssolistin und die launige Moderation – genau die richtige Kombination für einen schwungvollen Start ins Neue Jahr! Die Neujahrskonzerte mit dem Tonkünstler-Orchester haben eine jahrzehntelange Tradition. Alfred Eschwé, berufener Experte und Kenner der Musik der Strauss-Familie und ihrer Zeitgenossen, stand 1998 erstmals bei einem Silvesterkonzert am Pult der Tonkünstler. Seitdem erfreuen die von ihm zusammengestellten und moderierten Konzertprogramme zum Jahreswechsel alljährlich etwa 20.000 Menschen in Wien und Niederösterreich.

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Franz von Suppé

Ouvertüre zur Operette «Leichte Kavallerie»

Dauer

7 Min.

Klingt nicht der vollständige Name des Franz von Suppé wie ein edler Gruß aus einer anderen Zeit – genau passend zu den noblen Fanfarenklängen, welche die Ouvertüre zur «Leichten Kavallerie» und damit den heutigen Konzertabend eröffnen? Oder darf man aus der umständlichen Anrede doch auch einen Hauch von Ironie herauslesen, der freilich bestens zum Geist der Operette passt? Wie dem auch sei: Francesco Ezechiele Ermenegildo Cavaliere Suppé-Demelli hieß er, der 1819 im heutigen Split geborene Komponist, das damals unter der italienischen Bezeichnung Spalato freilich dem Kaiser in Wien ebenso untertan war wie das ganze Königreich Dalmatien als eines der vielen Kronländer der Donaumonarchie. Schon früh hatte es dem hochbegabten Knaben die Musik angetan, doch sein Vater drängte ihn zu einem Jus-Studium in Padua – von wo aus es Francesco immer wieder nach Mailand in die Scala verschlug, wo er die neuesten Opern erlebte und mit Größen wie Rossini, Donizetti und dem jungen Verdi in Verbindung trat. Nach dem Tod des Vaters ging er bald nach Wien, um sich, wie könnte es auch anders sein, ganz der Musik zu widmen, beim berühmten Lehrer Simon Sechter zu studieren, bei dem wenige Jahre zuvor noch der todkranke Schubert und später auch Anton Bruckner die Kontrapunkt-Schulbank drückten. Mit 21 wurde er schon Kapellmeister am Theater in der Josefstadt, später im Theater an der Wien und schließlich im (heute nicht mehr existierenden) Carltheater.

So war es denn auch nicht seine Orchester- und Kammermusik, die überlebt hat, sondern sind es seine Bühnenwerke, die mit Lokalkolorit, Schmiss und Melodienreichtum immer noch begeistern – etwa die ursprünglich als komische Oper bezeichnete «Leichte Kavallerie, oder «Die Töchter der Puszta» auf ein Libretto von Carl Costa, die am 24. März 1866 im Carltheater erstmals über die Bühne ging. Vor dem pittoresken Hintergrund eines in einem grenznahen Bauerndorf einquartierten Husarenregiments geht es um die Liebe eines Burschen zu einem ungarischen Waisenmädchen, die natürlich und ganz im Sinne des Vielvölkerstaats gut ausgehen darf. Somit war «Leichte Kavallerie» auch das erste Werk, das ungarisches Kolorit auf die Wiener Operettenbühne brachte – fast zwanzig Jahre vor Johann Strauß’ «Zigeunerbaron»! Die weltberühmte Ouvertüre verbindet den Glanz der eröffnenden Militärsignale mit stürmischen und elegischen Klängen der Puszta und selbstverständlich dem Zunder der in mitreißendem 6/8-Takt im Allegro brillante einher galoppierenden leichten Kavallerie.

© NÖ Tonkünstler Betriebsges.m.b.H. | Walter Weidringer

Alexander Borodin

Polowetzer Tänze aus der Oper «Fürst Igor»

Sätze

  • Introduzione. Andantino - Allegro vivo - Allegro

  • Presto

Dauer

8 Min.
Antonín Dvorák

«Mesicku na nebi hlubokem» | «Mond, der du am tiefen Himmel stehst» Arie der Rusalka aus der Oper «Rusalka»

Dauer

5 Min.

Dvoráks 1901 in Prag uraufgeführte Oper «Rusalka» und vor allem das «Mondlied» der Titelheldin spielen in Renée Flemings Karriere eine besonders wichtige Rolle. «Endlich hatte ich das Gefühl, dass die Dinge sich gut für mich entwickelten, das war zu der Zeit, als ich fürs Vorsingen das ‹Lied an den Mond› aus ‹Rusalka› wählte», erinnert sich die Sängerin an ihre Anfänge. Die Sprache bereitete ihr keine Probleme: «Meine Großeltern waren 1954 aus Prag in die USA gekommen und haben daheim auch immer Tschechisch geredet. Da habe ich den Klang der Sprache mitbekommen.» Die Nixe, die aus Liebe zu einem Prinzen ihr heimatliches Element verlassen und menschliche Gestalt annehmen will, gehört zu den Partien, die Fleming am öftesten auf der Bühne verkörpert hat: «Dvoráks Rusalka zu singen ist ungefähr so, wie bei Mondschein schwimmen zu gehen, doch die Figur und die Geschichte zum Leben zu erwecken, ist eine einzige Herausforderung. Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich, um an den Kern dieser Partie vorzustoßen, alle sieben Inszenierungen brauchte, in denen ich auftrat.» Flemings intensive Auseinandersetzung mit der Rolle wurde mehrfach dokumentiert: 1996 nahm sie unter der Leitung von Sir Georg Solti das Mondlied, das die vom Mondlicht unwirklich verklärte Natur und die Liebeshoffnungen Rusalkas beschreibt, für das Album «Great Opera Scenes» (Decca) auf, 1998 unter der Leitung von Sir Charles Mackerras die gesamte Oper (ebenfalls Decca), 2002 entstand dann in Paris eine DVD (TDK) einer von James Conlon dirigierten und von Robert Carsen inszenierten Neuproduktion.© Ernst Naredi-Rainer | Grafenegg Kulturbetriebsges.m.b.H.

Franz Lehár

«Liebe, du Himmel auf Erden» Walzerlied der Anna Elisa aus der Operette «Paganini»

Dauer

3 Min.

Dem berühmtesten Violinvirtuosen Niccolò Paganini – für Robert Schumann der «Wendepunkt der Virtuosität» – widmete Lehár eine Operette, die 1925 im Johann-Strauß-Theater in Wien uraufgeführt wurde. Das Libretto zu «Paganini» stammt von Paul Knepler und Béla Jenbach. Hier verzichtete Lehár zu Gunsten eines größeren Pathos erstmals auf das bisher übliche Happy-End. Die in den dämonischen und brillanten Geiger verliebte Fürstin Anna Elisa singt im zweiten Akt das Walzerlied «Liebe, du Himmel auf Erden».

© NÖ Tonkünstler Betriebsgesellschaft m.b.H. | Eva Maria Hois

Johann Strauss

«Klänge der Heimat» Csárdás der Rosalinde aus der Operette «Die Fledermaus»

Dauer

4 Min.

Am Ostersonntag 1874 fand die Uraufführung der «Fledermaus» statt. Diese «Operette der Operetten» zählt bis heute zu den beliebtesten Werken ihrer Art; Strauß hatte mit ihr das Goldene Zeitalter der Wiener Operette begründet. Ein von Henri Meilhac und Ludovic Halévy verfasstes Libretto war der Ausgangspunkt für diese Komödie. Die deutsche Übersetzung stammt von Karl Haffner, dem Hausdichter des Theaters an der Wien. Aber erst der Bühnenautor und Theaterkapellmeister Richard Genée passte die Geschichte an die Wiener Verhältnisse an. Er siedelte seine Täuschungs- und Verwechslungskomödie rund um die Rache der «Fledermaus» «in einem Badeort in der Nähe einer großen Stadt» an, womit wohl der Nobelkurort Baden bei Wien gemeint war. Der zweite Akt dieser Operette spielt während eines Balles, der vom verschwenderischen russischen Prinz Orlofsky veranstaltet wird. Hier versammeln sich alle Protagonistinnen und Protagonisten, darunter auch die verkleidete Rosalinde Eisenstein. Sie gibt sich als Ungarin aus – selbst ihr Mann erkennt sie nicht und beginnt mit ihr zu flirten – und singt den Csárdás «Klänge der Heimat».

© NÖ Tonkünstler Betriebsgesellschaft m.b.H. | Eva Maria Hois