Reformationssymphonie
Einzelkarten
ab Mi 19 Aug 26 09.00 UhrBeschreibung
«Ein feste Burg ist unser Gott»: Die Worte stammen von Martin Luther persönlich, die Melodie von seinem musikalischen Mitstreiter Johann Walter, den weit verbreiteten Satz hat später Johann Sebastian Bach besorgt. Das Lied besitzt enorme Symbolkraft für die Reformation und den protestantischen Glauben. 1830 wurde die Confessio Augustana, das Augsburger Bekenntnis, 300 Jahre alt. Aus diesem Anlass schrieb Felix Mendelssohn seine chronologisch zweite, aber erst posthum als Nummer fünf veröffentlichte Symphonie. In dieser zitiert er nicht nur den genannten Choral, sondern auch das sogenannte «Dresdner Amen», eine Kadenzformel der Kirchenmusik, die Richard Wagner später in seinem «Parsifal» als Gralsmotiv verwendet. Unerschütterlich geglaubt hat Mendelssohn freilich vor allem an Bach: Dessen großes sechsstimmiges Ricercar, eine besonders kunstvolle Fuge, aus dem «Musikalischen Opfer» in der Instrumentierung Anton Weberns bildet im Konzept von Tomáš Netopil, einem beliebten, regelmäßigen Gast am Tonkünstler-Pult, zusammen mit Mendelssohns «Reformationssymphonie» den Rahmen für Dmitri Schostakowitschs zweites Violinkonzert. Auch damals, 1967, wird ein großes Jubiläum gefeiert: der 50. Jahrestag der Oktoberrevolution. Debütant Fedor Rudin übernimmt den Solopart in diesem großartig verinnerlichten Werk, dem klingenden Dokument einer Verweigerung.
Mitwirkende
- Violine Fedor Rudin
- Dirigent Tomas Netopil
Programm
- 00:11:00 Johann Sebastian Bach
- 00:30:00 Dmitri Schostakowitsch
- - Pause -
- 00:27:00 Felix Mendelssohn Bartholdy
Rund ums Konzert
Einführung
Ulla Pilz Musikverein Wien | Metallener SaalEinführung
Ulla Pilz Musikverein Wien | Metallener SaalAbonnement
- Abend | 12 Konzerte Saison 26–27 Weiterlesen
- Abend | 5 Konzerte Saison 26–27 Weiterlesen