Von Haydn bis Schubert
Beschreibung
Unheimliche Tiefen, rastlose Wehmut, melancholischer Trost – und harsche Dramatik: In seinem berühmtesten symphonischen Fragment, der so genannten «Unvollendeten» in h-Moll, hat Franz Schubert die Grundzüge der Romantik so zwingend formuliert wie kein anderer. Vor der Pause aber widmet sich die polnische Dirigentin Marzena Diakun bei ihrem Tonkünstler-Debüt ganz der Wiener Klassik. Der Solist, ihr polnischer Landsmann Szymon Nehring, auch er ein Debütant, hat sich das Klavierkonzert KV 271 ausgesucht, jenes Werk, mit dem Mozart diese Gattung erstmals auf eine neue, ganz individuell geprägte Stufe gehoben hat. Lange Zeit trug es den falschen Beinamen «Jeunehomme», erst 2003 konnte nachgewiesen werden, dass es für eine aus Strasbourg stammende Virtuosin namens Victoire Jenamy entstanden ist. Unbestritten ist hingegen – aufgrund der Aufführung des Werks in der Universitätsstadt, wo der Komponist 1791 die Ehrendoktorwürde verliehen bekam – der Zusatz «Oxforder» für Joseph Haydns Symphonie mit der Nummer 92. Darin beweist Haydn, dass er die Gelehrten ebenso prächtig zu unterhalten versteht wie die Laien.
Mitwirkende
- Klavier Szymon Nehring
- Dirigentin Marzena Diakun
Programm
- 00:25:00 Joseph Haydn
- 00:32:00 Wolfgang Amadeus Mozart
- - Pause -
- 00:23:00 Franz Schubert