Ion Storojenco
VioloncelloVita
Ion Storojenco wurde in Chișinău, der Hauptstadt der Republik Moldau, als Sohn einer Musikerfamilie geboren: Seine Mutter ist Musikwissenschaftlerin, sein Vater ebenfalls Cellist. Storojenco vertiefte seine akademische Ausbildung in Wien und Paris, wo er bei renommierten Pädagogen wie Valentin Erben, Róbert Nagy, Marc Coppey und Reinhard Latzko studierte. Als Solist trat er mit zahlreichen Orchestern in Rumänien, Österreich, Deutschland, der Republik Moldau und Ägypten auf. Von 2014 bis 2015 war er Mitglied des Verbier Festival Orchestra, anschließend bis 2018 Solocellist der Badischen Philharmonie Pforzheim in Deutschland. Darüber hinaus wirkte er als Substitut im Orchester der Wiener Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern, im ORF Radio-Symphonieorchester Wien sowie im Orchester der Volksoper Wien mit. Seit 2019 ist er Mitglied des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich.
Ion Storojenco promovierte 2023 an der Musikakademie Gheorghe Dima in Cluj-Napoca. Seine Dissertation trägt den Titel «Erscheinungsformen des Violoncellos als Soloinstrument in der rumänischen Musik im Spannungsfeld zwischen universellem und nationalem Dialog». Seit 2025 unterrichtet er hier, an der Academia Națională de Muzică Gheorghe Dima in Cluj, auch selbst die Fächer Kammermusik und Violoncello.
Für seine künstlerische Tätigkeit erhielt Ion Storojenco Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter der österreichische Klassik-Preis Gradus ad Parnassum, der Internationale Wettbewerb Violoncello in Liezen und der nationale Mihail-Jora-Wettbewerb in Bukarest.
Der Musiker spielt zwei außergewöhnliche Instrumente: ein Violoncello des englischen Geigenbauers Thomas Kennedy aus dem Jahr 1808 sowie eines des französischen Geigenbauers Charles Jean Baptiste Collin-Mézin aus dem Jahr 1892.