Orchesterakademie
Sieben Fragen an Ugne Katinskaite
- Was mögen Sie an Ihrem Beruf als Musikerin besonders?
Am meisten mag ich das Gefühl, auf der Bühne zu sein, zu spielen und mit der Musik Energie zu teilen. Es ist etwas Besonderes, wenn ich das Publikum spüren kann. Ich mag auch, dass ich durch meinen Beruf viel reisen kann – neue Orte, Städte und Länder sehen, andere Kulturen kennenlernen und auch meine eigene Kultur teilen.
- Gab es einen bestimmten Moment oder ein Erlebnis, das Sie zur Entscheidung für diesen Beruf bewegte?
Ich bin auf ganz natürliche Weise zu diesem Beruf gekommen, da ich zur fünften Generation von Musikerinnen und Musikern in meiner Familie gehöre. Meine Eltern sind beide Musiker: Mein Vater spielt Saxofon und meine Mutter Klavier. Mit meiner Mutter spiele ich schon seit meinen ersten Musikjahren zusammen auf der Bühne.
- Was ist für Sie das Besondere am Tonkünstler-Orchester? Was ist anders als in anderen Orchestern?
Ich wollte beim Probespiel dieses Orchesters mitmachen, weil es eines der wichtigsten und professionellsten Orchester in Wien ist. Während meines Studiums habe ich viele Male Konzerte des Tonkünstler-Orchesters im Musikverein besucht und war jedes Mal vom Klang begeistert. Ich habe auch von meinen Kollegen gehört, dass die Musiker und die Atmosphäre sehr freundlich und warm sind. Da es mein erstes Probespiel war, wollte ich gut vorbereitet sein und ruhig bleiben, und ich hoffe, dass mich die Orchester-Gemeinschaft nicht nur als Musikerin, sondern auch als Mensch akzeptiert.
- Gibt es ein Lieblingswerk oder Werke von Komponistinnen und Komponisten, auf die Sie sich besonders freuen?
Ich freue mich besonders auf die Symphonien von Mahler und die symphonischen Dichtungen von Richard Strauss.
- Haben Sie ein musikalisches Vorbild, das Sie inspiriert?
Ich habe kein konkretes musikalisches Vorbild. Mich inspiriert die Musik selbst und die Möglichkeit, meine Gefühle beim Spielen auszudrücken.
- Bei welcher Musik schalten Sie privat die Tonanlage lauter?
Privat höre ich oft Kammermusik von Schubert und Brahms. Ich liebe Streichquartette, Trios und Quintette – nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Spielen. Kammermusik ist eine meiner größten Leidenschaften, und ich höre sie fast jeden Tag mit Kopfhörern.
- In welchen Tätigkeiten finden Sie einen Ausgleich zum Beruf?
Zum Ausgleich von der Arbeit male ich, schreibe Bücher, Gedichte und Romane. Manchmal schreibe ich einfach kurze Selbstreflexionen auf. Ich lese auch gern philosophische Bücher und Bücher über griechische Mythologie. Aus einer ganz anderen Richtung entspanne ich mich bei langen Läufen in der Natur oder im Fitnessstudio. Außerdem backe ich gern Desserts – ich könnte die persönliche Kuchenbäckerin für die Geburtstage der Orchestermitglieder sein!