© Sofija Palurovic

Ziel des Ausbildungsmodells im Rahmen der Tonkünstler-Orchesterakademie ist es, jungen Musikerinnen und Musikern, die auf ihrem Instrument bereits ein hohes Niveau erreicht haben, die Möglichkeit zu geben, ihre musikalischen Fertigkeiten über das solistische Spiel hinaus in einer Gemeinschaft von Spitzenmusikerinnen und -musikern zu vervollkommnen. Integriert in Orchesterproben und Konzerten lernen junge Musizierende die Arbeitsroutine eines Berufsorchesters kennen und wirken mit, die Tradition des Tonkünstler-Orchesters fortzuschreiben.

Sechs Grundsäulen des Ausbildungsprogramms

  1. Orchesterarbeit
    Die Akademistinnen und Akademisten sind regulär in die diversen Aktivitäten des Tonkünstler-Orchesters eingebunden. Diese umfassen die Proben und Konzerte des Orchesters, welche Opern‐, Ballett‐ und Tanzproduktionen einschließen, sowie Tourneen, Workshops und andere künstlerische Präsentationsformen. Dadurch bekommen sie die Gelegenheit,  in den Alltag eines Berufsensembles einzutauchen. Die Teilnehmenden lernen das vielfältige Orchesterrepertoire kennen und erfahren praxisnah, was es bedeutet, sich klanglich und stilistisch in das Orchesterkollektiv zu integrieren und gemeinsam weiterzuentwickeln.
     
  2. Einzelunterricht
    Jede Akademistin und jeder Akademist hat die Möglichkeit, pro Monat zwei Unterrichtsstunden als Einzelunterricht auf seinem Instrument wahrzunehmen. Diese Einheiten können sowohl bei Musikerinnen und Musikern der eigenen Stimmgruppen als auch Instrumentenübergreifend in Anspruch genommen werden. Neben dem Anspruch, das eigene Spiel weiterzuentwickeln, gilt es, Inspirationen zu sammeln, den musikalischen Horizont zu erweitern und sich optimal auf Probespiele vorzubereiten. Darüber hinaus vermitteln die Lehrenden den besonderen Spielstil und das Klangideal der Tonkünstler sowie die Philosophie des Orchesters.
     
  3. Kammermusik
    Die Pflege der Kammermusik bietet den Akademistinnen und Akademisten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten in einem kleineren Ensemble zu vertiefen. Durch die intensive Zusammenarbeit in kammermusikalischen Formationen lernen sie, aufeinander zu hören, sich flexibel anzupassen und ihre individuelle Musikalität einzubringen. Diese Erfahrung fördert nicht nur das technische und künstlerische Können, sondern stärkt auch das Verständnis für das Zusammenspiel und die Kommunikation innerhalb des Orchesters. Die regelmäßige Aufführung von Kammermusik ermöglicht es den jungen Musikerinnen und Musikern, ihr Repertoire zu erweitern und ihr Können einem breiten Publikum zu präsentieren.
     
  4. Musikvermittlung
    Die Akademistinnen und Akademisten des Tonkünstler-Orchesters erhalten die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Tonspielen an  Projekten zur Musikvermittlung mitzuwirken. Damit stärken sie das Bewusstsein für die Bedeutung des Austauschs zwischen Bühne und Publikum. Im Rahmen von Workshops an Schulen begeistern sie mit abwechslungsreichen Konzerten, bei denen die Teilnehmenden das Orchester kennenlernen, Instrumente ausprobieren und einen Einblick in die Arbeit von Musikerinnen und Musikern gewinnen. Darüber hinaus wirken die Akademistinnen und Akademisten an szenischen Kammermusikprojekten mit, bei denen Musik und Darstellung auf kreative Weise miteinander verbunden werden. Auch beim Familientag in Grafenegg sind die Akademiemitglieder aktiv eingebunden und tragen zum vielfältigen Programm bei, bei dem Musik, Begegnung und kindgerechte Vermittlung im Mittelpunkt stehen.
     
  5. Spezial-Coachings
    Im Rahmen der Orchesterakademie wird ein breites Angebot an Spezial-Coachings angeboten, in denen sich die Akademistinnen und Akademisten mit jenen Themen befassen können, die über das direkte Spiel am Instrument hinaus reichen. Hier geht es einerseits darum, sich mit Mental- und Atemtraining, Auftrittscoaching und Bühnenpräsenztraining optimal auf Probespiele und andere Auftritte vorzubereiten. Andererseits verfolgen physiologische Coachings das Ziel, körperliche Beschwerden zu minimieren bzw. in diesem Bereich präventiv zu arbeiten, um möglichst lange beschwerdefrei das Instrument spielen zu können.
     
  6. Grafenegg Academy
    In Kooperation mit der Grafenegg Academy sind die Akademistinnen und Akademisten des Tonkünstler-Orchesters auch Teil des Grafenegg Academy Orchestra: Dieses formt sich alljährlich im Sommer aus außergewöhnlich talentierten jungen Berufsmusikerinnen und -musikern. Sie finden sich gemeinsam mit international renommierten Orchestermusikerinnen und -musikern, die als Mentorinnen und Mentoren fungieren, sowie mit angesehenen Persönlichkeiten aus der Welt der klassischen Musik für eine intensive Arbeits- und Probenphase in Grafenegg zusammen. Die Mission der Grafenegg Academy besteht darin, den Beruf junger Musikerinnen und Musiker aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Zentraler Aspekt ist hierbei, auf die Vielfalt der Karrierewege moderner Musikerinnen und Musiker einzugehen. Dies spiegelt sich während der Residenz in verschiedenen Konzertformaten wider, vor allem aber in der Arbeit, die aus vielfältigen Proben, Workshops und Vorträgen besteht. Der Ansatz der Grafenegg Academy ist innovativ, kreativ und anspruchsvoll: Er fokussiert sich auf den Austausch künstlerischer Ideen, die künstlerische Entwicklung sowie die Freiheit des gemeinsamen Musizierens und die intensive kollaborative Erforschung der Musik. Abseits der Einschränkungen des typischen professionellen Konzertlebens haben Musikerinnen und Musiker der Grafenegg Academy somit die Möglichkeit, unter Anleitung herausragender Künstlerinnen und Künstler intensiv zu proben, Ideen und Erfahrungen auszutauschen und ein breites Spektrum musikalischer Werke zu erkunden.
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