Ausbildungsprogramm

Ziel des Ausbildungsmodells im Rahmen der Tonkünstler-Orchesterakademie ist es, jungen Musikerinnen und Musikern, die auf ihrem Instrument bereits ein hohes Niveau erreicht haben, die Möglichkeit zu geben, ihre musikalischen Fertigkeiten über das solistische Spiel hinaus in einer Gemeinschaft von Spitzenmusikerinnen und -musikern zu vervollkommnen. Integriert in Orchesterproben und Konzerten erlernen junge Musizierende die professionelle Disziplin und Arbeitsroutine eines Berufsorchesters und wirken mit, die Tradition der Tonkünstler fortzuschreiben.

Das Ausbildungsprogramm baut auf vier Säulen auf: 

1. Einzelunterricht

Jede/r Akademist/in erhält pro Monat zwei Unterrichtsstunden als Einzelunterricht auf seinem Instrument. Die Dozentinnen und Dozenten sind überwiegend als Konzertmeister und Stimmführer im Tonkünstler-Orchester engagiert. Neben dem besonderen Spielstil und Klangideal der Tonkünstler vermitteln die Lehrenden die Philosophie des Orchesters, fördern die Eigenverantwortlichkeit ihrer Schülerinnen und Schüler und motivieren sie, sich stets die höchstmöglichen Ziele zu setzen.

2. Orchesterarbeit

Die Akademistinnen und Akademisten wirken regelmäßig bei Proben und Konzerten des Tonkünstler-Orchesters mit. Dadurch gewinnen sie wertvolle Einblicke in den Alltag eines Berufsensembles. Sie lernen das gängige Orchesterrepertoire kennen und erfahren praxisnah, was es bedeutet, sich klanglich, stilistisch und im Zusammenspiel in das Orchesterkollektiv zu integrieren.

3. Kammermusik

Die Pflege der Kammermusik besitzt einen hohen Stellenwert, weil sie die Instrumentalkultur im Allgemeinen enorm befördert. Die Akademistinnen und Akademisten werden an die spezifische Literatur ihres jeweiligen Instruments herangeführt, zudem finden regelmäßige Arbeitsphasen zu speziellen Stilrichtungen statt. Darüber hinaus wird im Zusammenwirken aller unterrichteten Instrumente das Standardrepertoire aus Klassik, Romantik und klassischer Moderne erarbeitet. In jeder Konzertsaison werden bis zu fünf öffentliche Kammermusik-Aufführungen veranstaltet.

4. Probespielvorbereitung

Auf bevorstehende Probespiele werden die jungen Musikerinnen und Musiker vorbereitet, indem sie die geforderte Literatur, speziell die Orchesterstellen, einstudieren und sich mental auf die extremen Bedingungen der Probespiel-Situation einzustellen lernen. Im Rahmen ihrer Ausbildung nehmen sie zu Trainingszwecken an jeweils einem offiziellen Probespiel des Tonkünstler-Orchesters teil, um die Live-Situation realistisch zu erleben und Erfahrungen zu sammeln.

Ergänzend werden diverse Spezial-Coachings angeboten. So erhalten die jungen Musikerinnen und Musiker auf der Grundlage des für die Universität Zürich entwickelten Ressourcen-Modell ZRM ein Motivations- und Selbstmanagement-Training zur ressourcenorientierten Entwicklung ihrer Persönlichkeit. Im Rahmen eines Modultrainings schulen sie unter anderem ihre Kommunikations- und ihre Sozialkompetenz und ihre Fähigkeiten im Konfliktmanagement. 

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